Sie erklärt einige wichtige Ansätze beim Einsatz von Mauern.
Ich arbeite mit zweierlei Materialien. Gerne greife ich auf die Plastik-Mauerplatte von Kibri zurück. Diese werden Stoss auf Stoss verleimt (selbstverständlich mit den nötigen Verstärkungen). Dieses Material hat den Vorteil, dass die Verklebungen relativ schnell fest sind und man zum nächsten Arbeitsschritt übergehen kann.
Das Problem sind die unschönen Ecken oder Übergänge, die dabei entstehen.
Ein Brückenwiderlager aus Kibri- Mauerplatten im Rohzustand. Deutlich sind die weissen Verspachtelungen zu sehen. Dies sowohl bei den Ecken, als auch bei einem Plattenübergang. (rechts) |
Ein Brückenwiderlager aus Kibri- Mauerplatten mit bereits bearbeiteten und eingefärbten Ecken und Übergängen. |
Der Turm der Burgruine Haldenstein ist aus gegeossenen Gipsplatten entstanden.
Ist der Plastik-Spachtel hart, dann beginne ich mit einem Fräserdie Struktur der Steine "um die Ecke zu ziehen", respektive die Mauerfläche durchgehend zu machen.
Auf dieselbe Weise bearbeite ich auch Mauern aus selbst gegossenen Gipsplatten.
Selbstverständlich erfolgt hier die Verspachtelung der Ecken mit dünn angerührtem Gips.
Bezüglich des Aussehens von Mauerwerk sind in der Realität alle erdenklichen Lösungen und Formen zu finden. Diese sind einerseits von ihrer Funktion abhängig, andererseits verlangt auch die Realität manchmal nach einfallsreichen Lösungen.
Ich möchte hier auf einige besondere solcher Lösungen hinweisen:
Mauerübergänge dürfen durchaus sichtbar sein, wie das Beispiel Beim Bahnhof Silenen-Amsteg an der Gotthardbahn zeigt.
Es muss auch nicht immer Mauer an Mauer stossen, sondern gerade im Gebirge sind andere Lösungen denkbar. So liegt bei dieser Mauer bei Hägrigen (Gurtnellen) ein Felsblock zwischen den Mauern.
Auch ein Verstecken durch natürlichen Bewuchs wäre denkbar.
Hinter dem Tännchen an der Mauer könnte sich auf der Modellbahn durchaus eine Trennfuge verstecken.
Auch ein Bewuchs durch Efeu oder Ähnliches könnte durchaus als Abdeckung dienen.