Die grosse Gleiswendel am Ende der Rampe auf meiner jetzigen Anlage 5.
Einerseits, um die Fahrstrecke zu verlängern, andrerseits, um die Steigungen in vernünftigen Grössen halten zu können.
Ich stelle meine Wendel auf Gewindestangen M8. Dazu bohre ich im Achtel-Teil jeweils ein 10-er Loch.
Zwischen Muttern und Brett kommt eine Unterlagescheibe mit grossem Durchmesser hin.
So lässt sich die Wendel wunderbar ausrichten.
Das Beispiel zeigt das Ergebnis einer Berechnung in H0.
Die Tabelle errechnet auf Grund einiger Vorgaben die notwendigen Radien für 2 Gleise und die Masse für alle Abstände und deren Radien.
Berechnung einer Gleiswendel |
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| Vorgaben: | ||||||||||
| Steigung in % | 2.0 | Maximal 3.0% | Möglich ≤ 2,5% | Ideal < 2% | ||||||
| Trasse-Brett Dicke in cm | 1.5 | |||||||||
| Abstand cm Brett-Brett: | 8.5 | Ideal ≥ 8.5 cm | E-Lok ≥ 7.5 cm | Andere ≥ 6.5 cm | ||||||
| Rand cm Brett - Träger | 2.0 | Sollte nicht kleiner gewählt werden | ||||||||
| Spur | H0 | Eingabe: Z, N ,TT, H0, 0, I | ||||||||
| Notwendiger Radius ist: | 80 | |||||||||
| Radius aussen cm | Radius innen cm | Gleis- Abstand mm |
Über-
hang mm |
Dist. Gleis- Träger mm | Dist. Rand- Träger mm | R Träger aussen cm | R Träger innen cm | Trasse aussen cm | Trasse innen cm | Gleis- breite |
| 85 | 80 | 50 | 9 | 25 | 20 | 90 | 77 | 92 | 75 | 30 |
| Radius Trassebrett aussen cm | 92 | |||||||||
| Radius Träger aussen cm | 90 | |||||||||
| Radius äusseres Gleis (innen) cm | 85 | |||||||||
| Radius inneres Gleis (innen) cm | 80 | |||||||||
| Radius Träger innen cm | 77 | |||||||||
| Radius Trassebrett innen cm | 75 | |||||||||
Um euch die Berechnung zu erleichtern, habe ich ein Excel-File zum Herunterladen bereitgestellt, das diese Arbeit übernimmt.
Es sind lediglich die drei Angaben einzutragen: gewünschte Steigung, Dicke des Trasse-Brettes, gewünschte Distanz zwischen den Tasse-Brettern. Das Ergebnis ist eine Tabelle mit allen notwendigen Massen, um eine entsprechende Gleiswendel erstellen zu können.
Die Frage der Steigungs-Wahl
Die Grösse der Steigung ist immer abhängig vom Radius, der gewünschten Distanz zwischen den Trassebrettern und deren Dicke. Die grosse Frage ist, wie wir diese Angaben gewichten. An der Dicke des Trassebrettes und der Zwischendistanz sind uns Grenzen gesetzt. Es bleibt also noch der Gleisradius, der uns eine Wahl lässt.
Der Einfachheit halber gehen wir so vor, dass wir als Basis den zur Verfügung stehenden Platz nehmen und darauf die Grösse unserer Wendel errechnen.
Und nun nimmt in vielen Fällen das Schicksal seinen Lauf:
Die Steigung wird zu steil.
Lasst Begründungen wie:
"Ich fahre nur kurze Züge. Ich habe eine Nebenbahn!"
Ihr werdet es früher oder später bereuen.
Denkt an meine Regel:
Vermeide Kompromisse, ändere die Planung!
Die oberste Grenze auf der Modellbahn liegt bei 3%. Ich empfehle, die Steigungsgrösse von 2,5% nicht zu überschreiten. Ab Grössen unter 2% ist man später auf der sicheren Seite. Ist keine andere Planung möglich, sollten die folgenden Überlegungen verfolgt werden:
- Muss es eine (nur) Wendel sein, oder wäre nicht auch eine (zusätzliche) grosse Schleife denkbar?
- Wäre eine Linienführung denkbar, bei der die Höhe von weiter her über eine Rampe erreicht werden könnte?
- Wurde die generelle Änderung der Ebenenhöhen abgeklärt?
- Könnten Elemente, welche den Radius beschränken, verschoben oder anders geplant werden?