Geländeaufbau mit Spanten
Die Wahl, auf welche Weise ich mein Gelände bauen würde, fiel mir leicht.
Nach sehr guten ersten Erfahrungen bei Anlage 4, wählte ich wiederum die Spanten-Bauweise.
Spanten = aufrecht stehende Holzwände
- verdeckte Fahrbahnen sollen von hinten zugänglich sein
- das Gesamtgewicht soll nicht übermässig hoch werden
- die Arbeitsweise soll rationell (und billig) sein
Das gewählte Vorgehen:
In einem ersten Schritt versetze ich, zusammen mit dem Aufbau der Trasse-Bretter, auch die Tunnelportale und die Brückenwiderlager.
In einem zweiten Schritt lege ich die wichtigsten Geländeformen und -höhen mit Hilfe erster Spanten fest.
Wenn möglich werden diese Spanten in das metallene Traggerüst eingefügt, oder ich erweitere dieses den Spanten entlang.
Jetzt werden die Felsen gesetzt. Dort, wo die Felsen nicht auf die Trassebretter zu stehen kommen, wird das Metallgerüst wiederum erweitert und/oder ein entsprechendes hölzernes Traggerüst gebaut. Dasselbe geschieht auch mit den Stützmauern.
Auf Grund der detaillierten Planung des Geländes wird auch die Lage der Zugriffsluken festgelegt.
Der nächste Schritt besteht darin, die Tunnelportale, die Felsen und die Stützmauern mit den Übergängen zu den Spanten zu versehen. Dazu wird, in einem Abstand von wenigen Zentimetern, auf der Rückseite der Felsen, Mauern und Portale ein paralleles Holzprofil festgeschraubt.
Der Zwischenraum zwischen den Kanten der Tunnelportale, Felsen und Mauern sowie den entsprechenden Profilbrettern wird mit 2-Komponenten PU-Schaum ausgeschäumt. Dasselbe geschieht mit kleinen Ecken und Übergängen.
Hinter dem Tunnelportal aus Gips und seinen Seitenwänden wurden Spanten mit demselben Profil eingebaut.
Dann erfolgt das Ausglätten mit Spachtelmasse. Ich verwende zum Schäumen nur noch die 2-Komponenten-Produkte.
Der Einkomponenten-Schaum ist zwar billiger, aber er benutzt als Reaktor die Feuchtigkeit der Luft. Die Folge davon ist, dass sich der ausgehärtete Schaum, mit dem Wechsel der Luftfeuchtigkeit, auch noch nach langer Zeit, ständig ausdehnt und zusammenzieht. Die Folge davon sind Risse im Gelände-Spachtel.
Die drei Tunnelportale sind nach der beschriebenen Methode eingeschäumt und das Gelände modelliert. Um das mittlere Portal (links) ist das Gelände auch bereits verspachtelt. Auch der Felsen und das eine Widerlager des Überganges sind bereits fertig bearbeitet. Ebenso ist der Weg vom Übergang zum Wärterhaus bergwärts bereits modelliert und verspachtelt.
In diesem Baustadium habe ich die Zugriffs-Öffnungen montiert.
Jetzt erfolgt der Einbau der kürzeren Querspanten, wobei gleichzeitig die Standflächen für die Gebäude eingebaut werden. (Bei Anlage 5 erfolgte jetzt auch der Einbau der Gondelbahn.)
Ist dieses Spantengerüst eng genug (Feldergrösse mit Vorteil maximal 1m²), dann sind die Vorarbeiten beendet und der endgültige Ausbau des Geländes kann erfolgen.
Wichtig ist in diesem Stadium die Planung des Vorgehens:
Bei Anlagenteilen, bei denen ein Zugang später nur mehr bedingt möglich ist (bei mir der Fall), muss jetzt aus den Ecken heraus, Feld um Feld fertig gestaltet werden.
Ein Feld nach dem Anderen wird jetzt mit einem Plastik-Gitternetz überzogen. Ich benutze dazu jene Gitternetze, welche Gipser zum Aufziehen des Verputzes benutzen. Diese sind aus Plastik, und es besteht, im Gegensatz zum Fliegengitter, nicht die Gefahr, dass sie irgendwann durchrosten.
Ich lege das Gitter einer langen Spante nach an, und nagle es mit einem Elektrotacker und 8 - 12 mm langen Heftklammern fest. Dann erfolgt das Befestigen an einer der beiden daran anschliessenden Spanten.
Jetzt wird das Gitter kräftig gespannt und an den beiden anderen Seiten ebenfalls befestigt.
Dabei ersetzen mir Hilfsgewichte, welche in das Netz eingehängt werden und es über die Spanten ziehen, "weitere Hände".
Die überstehenden Teile werden den Spanten nach abgeschnitten oder als kurze Überlappungen stehen gelassen.
Der kleine Gaden (Stadel) ist zwischen die Spanten eingebaut, das Geländeprofil ist somit vorgegeben. Das darauf aufliegende Gitternetz umschliesst den Sockel des Stalls.
Der nächste Schritt besteht darin, dieses Gitternetz mit Gipsbinden zu überdecken und auszumodellieren.