Die Geschichte der Gotthardbahn

50 Jahre Ae 6/6 11402 "Uri"

Die Ae 6/6 im Einsatz

Die neuen Maschinen waren sowohl als Personen- wie auch als Güterzugsmaschinen universal einsetzbar. Damit wurde der mit den Ae 4/7 und Ae 4/6 begonnene Weg der Einheitslokomotiven, den die SBB mit dem Bau der Re 4/4 I wieder verlassen hatte, weiter fortgesetzt.

Zwar blieben die Maschinen der Typen Ae 8/14 und Ae 4/6 bis Anfang der 80er Jahre am Gotthard, die Be 4/6 sowie die Ce und Be 6/8 aber wurden ins Mittelland umgeteilt und übernahmen dort andere Dienste.

Ae 6/6
Eine Ae 6/6 übernahm 1982 die traurige Pflicht, ihre nur noch rollfähige Vorgängerin Ae 8/14 11852 auf der letzten Fahrt von Erstfeld nach Luzern ins Verkehrshaus zu bringen.
Am Gotthard wurde in der Folge sowohl der schwere Güterverkehr wie auch der Personenverkehr mehrheitlich von den Ae 6/6 übernommen.
Dies bewirkte eine höhere Geschwindigkeit der Züge am Gotthard, was einerseits zu einer Verkürzung der Reisezeit im Personenverkehr führte, andrerseits zu einer Beschleunigung der Güterzüge.
Da nun Personen- und Güterzüge dieselbe Geschwindigkeit am Berg aufwiesen, konnte auch der Fahrplan entsprechend verdichtet werden. Dies wiederum führte zur gewünschten Steigerung der Leistungsfähigkeit der Gotthardstrecke.
Doppeltraktion Ae 6/6

In Doppeltraktion bringen zwei Ae 6/6 einen schweren Güterzug nach Göschenen.

Zwei Maschinen des Typs Ae 6/6 brachten in Doppeltraktion Züge bis zu 1250 t die Rampen des Gotthards und des Ceneri hinauf.
Drei Maschinen transportierten Züge bis 1600 t Gewicht, wobei jeweils eine Maschine als Zwischenlok eingefügt war.

Doppeltraktion Ae 6/6

Eine Ae 6/6 als Zuglok und ihre Kollegin als Zwischenlok fahren mit einem schweren Sandzug über die untere Wattinger-Brücke.

Eine Ae 6/6 mit einem Schnellzug aus Leichtstahlwagen und EW I bei Getzigen.