Die Geschichte der Gotthardbahn

Bahnhof und Depot Erstfeld

Die Jahrhundertwende

1899 erweiterte man das Depot um ein Nebengebäude samt Zufahrtsgeleisen, das eine Giesserei, eine Sodawäscherei für die Depotwerkstätten, sowie ein Sand- und Holzlager umfasste.
Eine Lokomotivschiebebühne wurde 1900 vom Depot Bellinzona in die Werkstätte Erstfeld überführt, als Reserve und für die Bedienung der Remisen in Zeiten starken Verkehrs. Bei dieser Gelegenheit wurde auch eine gründliche Revision an der Bühne vorgenommen.

Blick in das Innere der Depotwerkstätte in Erstfeld

Blick in das Innere der Depotwerkstätte in Erstfeld

Im Bahnhof wurden zwei Rangierverbotssignale samt Blockanlage installiert.
Die Weiche Nr. 10 wurde auf Eisen umgebaut, wobei die alte Hartgusskreuzung Type 11 (1882) gegen eine Schienenkreuzung ausgewechselt werden musste.
Ebenfalls errichtete man ein provisorisches Getreidelager.

1900 erfolgt im Bahnhof eine Vergrösserung des Aufnahmegebäudes und man erstellte ein neues Bahndienstgebäude nördlich desselben.
Ebenso erfolgten Geleiseerweiterungen. So wurde im nördlichen Bahnhofskopf eine Rangieranlage für Güterzüge erstellt. Die Weiche Nr. 32 wurde auf Eisen umgebaut. Dabei erneuerte man auch die Wechsel und Kreuzungen.
Die Verbreiterung der Durchfahrt für die Butzengasse wurde an die Hand genommen, ebenfalls begann der Bau einer Verbindung unter dem Bahnhof zwischen Depot und Dorf.

1901 begann die Planung eines neuen Dienstgebäudes für das Depot Erstfeld und des Ausbaus der Stellwerksanlagen im Bahnhof.

1902 wurde für den Werkstättendienst ein Bockkran von der Station Wassen ins Depot überführt. Die Depot-Gebäulichkeiten wurden einer gründlichen Renovation (Aussen- und Innenanstrich, Reparaturen an Toren, Rauchabzügen etc.) unterzogen.

Die Gotthardstrasse in Erstfeld, Blick Richtung Norden.

Die Gotthardstrasse in Erstfeld, Blick Richtung Norden. Links sind das Stationsgebäude und der Güterschuppen

Im Jahre 1903 wurden umfassende Erweiterungsarbeiten im Bahnhof Erstfeld abgeschlossen: Vergrösserung des Aufnahmegebäudes und Verlängerung der Perronhalle, Vergrösserung des Güterschuppens, Bau einer Wagenwaschanlage, Bau von drei Bahndienst- und Wohngebäuden, Wärtergebäude beim Wegübergang km 42.1, Erstellung von zwei grossen Weichenwärterbuden, Erweiterung der Geleiseanlagen für den lokalen Güterverkehr, Vermehrung der Rangier- und Aufstellgeleise im Güterbahnhofe, erweiterte der Rangieranlage samt Ausziehgeleisen im Norden des Bahnhofes, Erstellung einer neuen Stellwerkanlage und Signaleinrichtungen samt Stellwerksbuden.
Das neu eingerichtete Bruchsal-Freigabewerk verbesserte die Betriebssicherheit im Bahnhof.

Stationsgebäude Erstfeld

Das Stationsgebäude Erstfeld, mit dem neu erstellten Bruchsal-Freigabewerk

Stellwerk Süd
Stellwerk
Die Stellwärter bei der Arbeit

Von den beiden Stellwerken Süd und Nord konnten die meisten Weichen über Eisengestänge in die gewünschte Stellung gebracht werden.
Weiter erfolgte der Umbau der Telegraphenlinie im Bereiche des Bahnhofes, die Installation für elektrische Innen- und Aussenbeleuchtung samt Gebäude für Transformierung und Verteilung des Stromes.

Ebenfalls erfolgte die Beendigung des Baus der neuen, erweiterten Unterführung für die Butzengasse in Erstfeld und des Personaldurchgangs vom Lokomotivdepot nach der Dorfseite.